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2015 war das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen

2015 war das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen

Klima: 2015 war das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen

Forscher melden einen Klimarekord: Das vergangene Jahr war das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen – auch wegen des Wetterphänomens El Niño.

Das Jahr 2015 war im Durchschnitt 0,9 Grad wärmer als der Durchschnitt des 20. Jahrhunderts – und damit global das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen 1880. Das teilte die US-amerikanische Wetterbehörde NOAA mit.

Laut NOAA war 2015 um 0,16 Grad wärmer als der bisherige Rekordhalter 2014. Die University Berkeley sieht einen Vorsprung von 0,14 Grad – auch sie hat für 2015 einen Wärmerekord festgestellt.
Der Dezember sei der wärmste Monat seit Messungsbeginn 1880, berichtet die NOAA. Für neun weitere Monate verzeichnete die Behörde Rekordtemperaturen im vergangenen Jahr.

Zwei Gründe gebe es für den Rekord: Zum einen sorgte der ungebremste Ausstoß industrieller Treibhausgase für eine stete Erwärmung. Zum anderen heizt das Wetterphänomen El Niño dieses Jahr ein: Warmes Pazifikwasser ist aufgeströmt, es wärmt die Luft – und sorgt für allerlei Wetterturbulenzen.

Top 10 Wärmste Jahre (1880-2015)

RangJahr
Abweichung vom langjährigen Mittel °C
120150.90
220140.69
320100.66
420050.65
519980.63
620130.62
620030.62
820020.61
920060.59
920090.59
920070.59

 

Allerdings, betonen die Forscher, gab es ähnlich starke El Niños in der Vergangenheit, ohne dass sich die Luft derart erwärmt hätte wie vergangenes Jahr. Die Forscher sehen darin ein klares Zeichen für den zunehmenden Einfluss des Menschen auf das Klima.
Nachdem bereits 2014 einen globalen Temperaturrekord aufgestellt hatte, halten die NOAA-Forscher nach der erneuten Höchstmarke die jahrelange Pause der Klimaerwärmung für beendet.
Der Trend zeige eindeutig nach oben. Seit 1970 hat sich die bodennahe Luft im globalen Durchschnitt laut NOAA um 0,17 Grad pro Jahrzehnt erwärmt.

 2015 war das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen

Meere schlucken Wärme

Eine neue Studie soll beweisen, warum die Erwärmung der bodennahen Luft seit der Jahrhundertwende stockte: Die Ozeane hätten doppelt so viel Wärme geschluckt wie noch vor zwei Jahrzehnten, berichten Forscher um Peter Gleckler vom Lawrence Livermore National Laboratory in den USA im Fachblatt “Nature Climate Change”.

Die Gelehrten haben die verfügbaren Messungen der globalen Meerestemperaturen ausgewertet. Systematische Messungen aus der Tiefe mittels Tausender im Meer tauchender Bojen gibt es aber erst seit 2005; vorher wurden die Ozeane nur stichprobenartig analysiert.

Die großen Datenlücken aus der Zeit davor hoffen die Forscher anhand von Modellrechnungen gestopft zu haben: Weil die Computersimulationen die besser bekannte Entwicklung der Temperaturen der jüngeren Zeit gut nachvollzogen hätten, trauen die Wissenschaftler auch den Rechnungen für die Zeit davor. Die Unsicherheiten sind freilich erheblich.

Eine weitere Erwärmung ist Klimaforschern zufolge nicht mehr zu verhindern, weil die Menschheit bereits rund 2000 Milliarden Tonnen Kohlendioxid (CO2) ausgestoßen hat, deren Wärmewirkung sich noch nicht voll entfaltet habe.
3200 Milliarden Tonnen wären nötig, um die Luft mit großer Wahrscheinlichkeit auf zwei Grad im globalen Durchschnitt aufzuwärmen, zeigen Rechnungen – die Zwei-Grad-Grenze halten viele Forscher für die maximal erträgliche Schwelle. In spätestens 30 Jahren dürfte das Budget aufgebraucht sein.

Mehr als 90 Prozent der Wärme nehmen die Meere auf – der Rest der Wärme gelangt in die Luft.


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