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Immobilien in Deutschland werden immer teurer - auch in Kleinstädten

Immobilien in Deutschland werden immer teurer – auch in Kleinstädten

Boom beschleunigt sich 

Häuser und Wohnungen in Deutschland kosten immer mehr. Doch die Käufer schreckt das nicht ab, im Gegenteil. Selbst in kleineren Städten stehen die Preiszuwächse jenen in Metropolen kaum noch nach.

Die Preise für bestehende Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen seien im zweiten und dritten Quartal noch stärker gestiegen als im Vorjahreszeitraum, teilte der Immobilienverband IVD in seinem Wohn-Preisspiegel mit. Besonders betroffen seien Großstädte. Auch 2017 dürften Immobilien im Schnitt teurer werden, glaubt der Verband.
Demnach verteuerten sich Eigentumswohnungen mit mittlerem Wohnwert im Schnitt um gut sechs Prozent. 2015 hatte die Rate bei solchen Standardobjekten in durchschnittlicher Lage bei knapp fünf Prozent gelegen. Einfamilienhäuser im Bestand kosteten 4,2 Prozent mehr, im Vorjahr waren es noch 3,1 Prozent.
Am stärksten wuchsen die Preise in Metropolen. In Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern verteuerten sich Standard-Eigentumswohnungen im Schnitt um 9,4 Prozent. Das größte Plus verzeichnete Frankfurt mit fast 19 Prozent vor Köln (15) und Stuttgart (11). “Je größer die Stadt, desto höher der Anstieg”, sagte IVD-Präsident Jürgen Schick. Ein Grund sei neben den niedrigen Zinsen die Wohnraumknappheit: “Immer mehr Menschen zieht es in die Metropolen.” Am meisten mussten Käufer für Eigentumswohnungen in München zahlen – dort wurden im Schnitt 4200 Euro pro Quadratmeter fällig.

Immobilien preise in der türkei

Immobilieninteressenten sind offenbar immer noch bereit, trotz rasant steigender Preise Häuser und Wohnungen zu kaufen.

Starker Anstieg in kleineren Städten

Unterhalb der größten Städte verläuft die Preisentwicklung uneinheitlich – abhängig von der Einwohnerzahl, der Art der Immobilie und dem Merkmal Neubau oder Bestandsimmobilie. Bei den Neubauten halten die größeren Städte das hohe Niveau, während in kleineren Kommunen auch geringere Preiszuwächse beobachtet wurden.
Bei Bestandsimmobilien klettern die Preise dagegen meist schneller als zuvor – mit Ausnahme von Städten zwischen 50.000 und 100.000 Einwohnern bei Eigentumswohnungen sowie in Städten mit 100.000 bis 250.000 Einwohnern, wo jeweils langsamer steigende Preise beobachtet werden.
Wohnungsknappheit und niedrige Zinsen bleiben vorerst

Entspannung auf dem Wohnungsmarkt erwartet der IVD zunächst nicht. Weder an den niedrigen Zinsen noch an der Wohnungsknappheit werde sich Grundlegendes ändern. Immobilien dürften auch im kommenden Jahr teuer werden. Die Politik solle daher den Wohnungsbau forcieren und Eigentum steuerlich fördern, erklärte der Verband.

Für die Studie hat der IVD gezahlte Immobilienpreise in rund 370 Städten und Gemeinden bundesweit ausgewertet. Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser spiegeln dem Verband zufolge rund zwei Drittel des deutschen Wohnungsmarkts wider. Der IVD vertritt nach eigenen Angaben Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständige.
Immobilienmarkt droht zu überhitzen

Immobilien Preise in Deutschland

Immobilieninteressenten sind offenbar immer noch bereit, trotz rasant steigender Preise Häuser und Wohnungen zu kaufen.

Inzwischen warnen Experten vor einer Überhitzung. “Der Immobilienboom nimmt immer mehr Züge einer Blase an”, sagt Ralph Solveen von der Commerzbank. Problematisch sei, dass die Preise sich von anderen wichtigen Faktoren abkoppelten. “Seit 2010 steigen die Preise schneller als Mieten, Verbraucherpreise und das Einkommen der privaten Haushalte.” Und am billigen Geld der EZB werde sich wohl in absehbarer Zeit nichts ändern, meint Solveen. Da aber die Zinsen für Hypothekenkredite kaum noch fallen könnten, nehme bei weiter steigenden Preisen die Gefahr einer Korrektur zu.

Helaba-Experte Stefan Mitropoulos sieht vor allem in Großstädten Übertreibungen – aber nicht bundesweit. Als typisches Element einer Blase fehle ferner eine stark wachsende Vergabe von Immobilienkrediten. Der Anstieg der Preise sei zum großen Teil durch die Entwicklung von Angebot und Nachfrage zu erklären. Und daran würde sich ebenso wie an den Niedrigzinsen so schnell nichts ändern. So werde der Markt allmählich zwar korrekturanfälliger, doch kurzfristige Entspannung sei eher nicht in Sicht. “Die angespannte Situation am deutschen Wohnungsmarkt wird noch einige Zeit andauern.”


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